GLOBAL VULVA

Global Vulva @ HafenLichtSpiele, Dusseldorf, 2009
HafenLichtSpiele, Dusseldorf, 2009. Photo: Joerg Weule   link two more photos


GLOBAL VULVA

Myriam Thyes, 2009. Flash animation / digital video (HD), black/white, stereo, 6:20, loop.
Director, script, graphics, animation: Myriam Thyes. Music: Kristina Kanders.

video watch video (44 MB)

PDF English    |    PDF Deutsch     |    12 stills     |     Edition: Buch + DVD     |     Global Vulva, Serie digitaler Grafiken

The animation Global Vulva connects female figures and vulva symbols from different times, countries and cultures, while they morph into each other - the cultural meaning of the female genital becomes visible again.

You'll see paleolithic engravings, the Greek goddess Baubo, a winged woman from an ice-age culture in Siberia, an Irish Sheila-na-gig, drawings of vulvas and of their symbols, the Indian goddess Kali and a Yoni stone, the Tibetan goddess Dorje Naljorma, a statue of a noble ancestor of the lwena in Angola, the Aztec goddess Mayahuel, the Black Stone at the Kaaba in Mecca, a double-tailed mermaid from a church in Tuscany, the protecting Dilukai from Micronesia, hands forming the mudra 'Lotus and Bee' in a labyrinth, an amulet of the Egyptian goddess Hathor, a winged sun disk, and the oldest human figure ever found, the so called Venus of Hohle Fels.

Otherwise separated visualisations are interweaved, resulting in a more complex and global view on their symbolic levels.

Installation: projection, loop.
Screening copy: HD video on SD or CF card.
Devices: media player, HD video projector, 2 loudspeakers.

   

Die Animation Global Vulva verbindet weibliche Figuren und Vulva-Symbole aus unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Ländern, indem sie sich in einander verwandeln - die kulturelle Bedeutung des weiblichen Genitales wird wieder sichtbar.

Es erscheinen steinzeitliche Ritz-Zeichnungen, die griechische Göttin Baubo, eine geflügelte Frau aus einer Eiszeit-Kultur in Sibirien, eine irische Sheila-na-gig, Zeichnungen von Vulven und ihrer Symbole, die indische Göttin Kali und ein Yoni-Stein, die tibetische Göttin Dorje Naljorma, eine Ahninnen-Statue der lwena aus Angola, die aztekische Göttin Mayahuel, der Schwarze Stein an der Kaaba in Mekka, eine doppelschwänzige Meerjungfrau aus einer Kirche in der Toskana, die schützende Dilukai aus Mikronesien, das Hände-Mudra 'Lotus und Biene' in einem Labyrinth, ein Amulett der ägyptischen Göttin Hathor, eine geflügelte Sonnenscheibe, sowie die älteste menschliche Figur, die je gefunden wurde, die 'Venus vom Hohlen Fels'.

Bilder, die sonst getrennt von einander auftreten, werden mit einander verwoben und ergeben so eine komplexere und globalere Sicht auf ihre symbolischen Ebenen.

Installation: Projektion, Loop.
Vorführ-Kopie: HD-Video auf SD- oder CF-Card.
Geräte: HD-Mediplayer, HD-Videoprojektor, Stereo-Lautsprecher.

 

über Kristina Kanders

Kristina Kanders studierte Schlagzeug und widmet sich seit ein paar Jahren vornehmlich der Komposition ihrer eigenen Musik, die sich virtuos im Spannungsfeld zwischen handgemacht - akustisch und elektronisch - programmiert bewegt. Ihre zweite Solo CD "Say Something" wird im Januar 2010 erscheinen. Ihre Konzerte sind von großer Spielfreude, berührenden Songs, mitreißendem Schlagzeug und komplexen Improvisationen gegprägt. Die Musik ist genre-übergreifend und enthält Elemente aus Pop, Jazz, Electronica und Weltmusik.

link Website von Kristina Kanders

link GLOBAL VULVA im Köln Magazin

 

 

Myriam Thyes zur Animation

Seit vielen Jahren sammle ich Abbildungen mythischer Frauen-Gestalten und zeichne sie in Museen. Anfang 2009 ist das Buch VULVA. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts von Mithu Sanyal erschienen. Dieses Werk inspirierte mich dazu, all die gesammelten Frauen-Bilder unter dem Aspekt der Vulva zu einer Animation zu verbinden. Dazu suchte ich einen passenden Klang: Schlagzeug und Percussion, ohne durchgehendem Rhythmus, als Begleitung und Betonung der bildlichen Transformationen. Kristina Kanders aus Köln entwickelte, spielte und mischte ein lebendiges und einfühlsames Klang-Panorama, das 'Global Vulva' optimal zur Geltung bringt.

Kristina Kanders zur Komposition

Es ist mir eine große Freude, dass ich bei diesem Film die Musik komponieren/einspielen durfte. Ich habe mich einmal quer durch meine über Jahrzehnte gewachsene Sammlung von Drums und Percussion aus aller Welt getrommelt, wobei der Film als Vorlage für meine Improvisationen diente. Die Nachbearbeitung fand am Computer statt. Freie, sphärische Teile wechseln sich mit Groove und rhythmischen Passagen ab und untermalen den ständigen Fluss der Veränderung im Film.