Artist statement

My themes deal with symbols, myths and visual signs from architecture, politics, films, and religions. My artworks are explorations of their meanings, a questioning, reassessments, and creations of new associations. In order to undermine entrenched representations, I work directly with them, to develop them further, transform them and juxtapose them against new representations. My works are conceptual and sensual at the same time, proposing that simplicity and imagination can still move us. Using animation, abstraction, and found footage, I present critical views of political, social and religious systems. Symbols and mythic figures undergo transformations, start to communicate and build new relations - symbols of identities turn into elements of dialogues.

Myriam Thyes


 

Zur Arbeit

Meine Themen und Bild-Forschungen kreisen um gesellschaftliche und kulturelle Symbole, um ihre Bedeutungen und deren Wandlungen. Ich gehe davon aus, dass alles, was wir wahrnehmen (und somit interpretieren), sowie alles, was wir produzieren und gestalten, "Glaubenssache" ist. Ich arbeite mit bekannten und mächtigen Zeichen, Werken und Gestalten aus Politik, Architektur, Religionen, oder Hollywood-Filmen. Zugleich suche ich nach "verlorenen" und vergessenen Symbolen, die eine andere Sprache sprechen als die der (Definitions-)Macht. Zu ihnen gehören Frauenfiguren aus verschiedensten Kulturen und Epochen. Motive aus unserer Umgebung werden zu Metaphern für kollektive psychische Befindlichkeiten und historische Erfahrungen. Mittels Video(-Collage), Animation, Fotografie und Fotomontage setze ich diese Symbole Transformationen aus. Sie erscheinen in neuen oder wieder gefundenen Zusammenhängen. So verlieren die mächtigen Bilder etwas von ihrer Autorität; sie werden beweglich, durchlässig und für unser Sehen und Denken heute produktiv. Symbole für Identitäten werden zu Elementen von Dialogen.

Trotz unterschiedlicher Bildsprachen ist allen meinen Arbeiten etwas gemeinsam: Konstruktive - und die Konstruktion wieder sprengende, de-konstruktive - Gestaltungsprinzipien, sowie eine Inhaltlichkeit, die nicht Geschichten erzählt, sondern bildhafte Kommentare zu Gesellschaft, Kunstgeschichte und Philosophie formuliert.

Myriam Thyes

 

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